Mittwoch Abend, Bibeltreffen im CCM. Zur Zeit lesen wir das Lukasevangelium.
Was sagt die Heilige Schrift über Gott, über den GottMensch Jesus Christus, über mich?

Lukas 6 Vers 12 und folgende, darüber wollen wir nachsinnen.
Nein, niemand hat Protokoll geführt. Aber etwas soll doch mitgeteilt werden.
„Es begab sich aber zu der Zeit…“ – so beginnt der Bibelabschnitt. Genau wie die Weihnachtsgeschichte in Lukas 2. Offensichtlich wird Superwichtiges so eingeleitet. Lukas 2: die Weihnachtsgeschichte. Ohne Jesu Geburt kein Karfreitag, keine Ostern, keine Himmelfahrt Christi. Und kein Pfingsten. Keine Kirche. Und deshalb hätte unser Treffen überhaupt nicht stattgefunden.
Hat es aber.
Was soll uns hier im sechsten Kapitel mit dieser Formulierung „Es begab sich aber zu der Zeit…“ gesagt werden? Doch wohl, dass die Berufung der Apostel, also der Sendboten Gottes, von größter Wichtigkeit ist. Göttlichen Willens: in Lukas 2 wie in Lukas 6
Bevor es dazu kommt, hat Jesus stundenlang gebetet, in diesem Fall beratschlagt, wer zu berufen sei. Es war ja nur eine Auswahl: Aus dem engeren Jüngerkreis – auch schon eine Auswahl – beruft er ganze Zwölf zu Aposteln. Zwölf Männer eben, obwohl ja auch Frauen mit dabei waren.
Und diese Apostel werden wenige Jahre später weitere Jünger zu Predigern des Evangeliums berufen und ordinieren (vergl. zum Beispiel Titus 1, 5ff; das griechische Wort für „Älteste“ lautet presbyteros; daraus wird das Wort Priester, nicht wie im Alten Testament, sondern wie wir das Pastorenamt verstehen).
Gemeinden benötigen Pastoren, die ihnen das Wort Gottes auslegen, nicht, wie es ihnen (den Gemeinden und den Pastoren) in den Kram passt, sondern wie Gott es meint. Das ist etwas anderes als ein allgemeines Priestertum aller Gläubigen.
Ein Pastor sollte in der Nachfolge der Apostel stehen: gesandt, das Reich Gottes zu verkündigen. Kein Phantasie- oder Wünsch-dir-was-Reich. Sondern das Ziel: Ewig bei Gott. Die ewige Seligkeit, die Christus allein eröffnet.
Der Weg dahin ist der der ständigen neuen Hinwendung zu Gott. Denn viele wollen Christen von Gott weglocken. Sie verführen Christen zu Taten, die als Sünde bezeichnet werden: zutiefst ein Handeln wider Gottes gute Ordnung.
Auch die zu Aposteln Berufenen, auch die Pastoren in ihrer Nachfolge sind Teil Gottes guter Ordnung. Das ist damit nicht ins Belieben der Menschen gestellt.
Ausgedrückt durch die Redewendung „Es begab sich aber zu der Zeit…“. Gott will. Und er handelt.
(Sich in der Bibel zurecht finden: „Titus 1, 5ff“ bedeutet: Brief des Apostels Paulus an Titus, 1. Kapitel, Vers 5 und folgende. Die meisten Bibelausgaben haben vorne ein Inhaltsverzeichnis: Da kann man die Seitenangabe finden. Der Brief des Apostels Paulus an Titus gehört zum Neuen Testament und steht ziemlich weit hinten in der Bibel.)
