„Ich denke, Päivi ist der Kanarienvogel im Kohlebergwerk unserer Zivilisation. Die progressive bürokratische Ordnung in europäischen Ländern attackiert lieber gläubige Christen als Feinde der Gesellschaft, anstatt sich um die tatsächlichen Probleme zu kümmern. Wir müssen mit mehr davon rechnen. Heute ist es eine finnische lutherische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein.“
In diesen Worten faßte der international bekannte Autor christlicher Bücher Rod Dreher („Die Benedikt-Option: Eine Strategie für Christen in einer nachchristlichen Gesellschaft“, „Lebt nicht mit der Lüge!“) die jüngsten Ereignisse zusammen. Der finnischen Parlamentsabgeordneten und Ärztin Päivi Räsänen wurde die Durchreise durch den englischen Flughafen Heathrow verweigert. Der Grund? Rod Dreher: „Mir wurde berichtet, dass Päivi auf ihrem Hinflug aus Finnland mitgeteilt wurde, dass sie auf dem Rückflug nicht über den Londoner Flughafen Heathrow reisen darf. Warum? Weil sie eine verurteilte Hassverbrecherin ist! Das Vereinigte Königreich hat entschieden, dass ihre Anwesenheit in Großbritannien – selbst für einen reinen Anschlussflug im Flughafen – unerwünscht ist.“
Unseres Wissen ist dabei noch kein abschließendes Urteil gesprochen worden. Päivi Räsänen wurde in einem langjährigen Justizmarathon immer wieder freigesprochen. Dennoch hat die finnische Staatsanwaltschaft immer wieder Anklage erhoben. Räsänens Darlegungen biblischer Aussagen waren der Stein des Anstoßes. Zusammen mit Bischof Juhana Pohjola hatte sie 2004 eine Broschüre veröffentlicht, in der das christliche Eheverständnis dargelegt wurde. Zu jenen Zeit war das, was heute inhaltlich vorgeworfen wird, in Finnland noch nicht legalisiert, nämlich die verrechtlichte Beziehung Homosexueller.
Über das International Lutheran Council steht das CCM mit Bischof Juhana Pohjola in Kirchengemeinschaft. Darüber hinaus besucht Päivi Räsänen regelmäßig die Gottesdienste der Finnish Lutheran Mission Ryttylä, mit der wir zusammengearbeitet haben. Die jüngsten Vorfälle machen uns deshalb in vielfacher Weise betroffen.
(Artikel nach https://kath.net/news/90784)






