Gefühl oder Form?

„Wieviel Geld haben wir bis jetzt für Jugendpastoren, moderne Christliche Jugendmusik? Und was ist dabei herausgekommen? Ein Kultur von jungen Christen, die fast nichts über ihren Glauben wissen – ausser wie sie sich in der Kirche fühlen.“

Auch wenn dieses Zitat (aus einem Blog des Christian Science Monitor von Pastor Daniel Fleischer (CLC – „If it is not Scripture; it is not Lutheran.“) im Lutheran Spokesman Mai 2009 erwähnt) für die deutschen Verhältnisse abgewandelt werden müsste – was ist bei all den Gottesdienstformexperimenten herumgekommen? Alles abweichen von den Gesangbuchliedern und von der lutherischen Messe (dem Gottesdienst mit Abendmahl) hat zu keinen sichtbaren Ergebnissen geführt. Hat das Benutzen moderner „Übersetzungen“ der „Bibel“ zu mehr Verständnis und einem lebendigen rechtfertigenden Glauben geführt? Auch das ist nicht aufzuzeigen. Sprechen Menschen eifriger das Glaubensbekenntnis als ihr eigenes Bekenntnis, nachdem man die Hölle in ihm entfernt und dass mythologische Totenreich eingeführt hat? (Ist das überhaupt noch das apostolische Bekenntnis der Apostel und der frühen Christen?)

Nur die Predigt führt zum Glauben, nur die Predigt in der Lehrtradition der Apostel führt zum rechten Glauben.

Und zwar eine Predigt über das Wort Gottes an uns, nämlich die Heilige Schrift. Das wusste auch Erdmann Neumeister, als erfolgende Zeilen dichtete:

1. Mein lieber Gott, gedenke meiner
im besten jetzt und allezeit,

denn außer dir ist nirgend keiner,

der mich mit Rat und Trost erfreut.

Dein Wort macht mich voll Zuversicht

und sagt mir: Du vergißt mein nicht.

Gottes Wort schafft Zuversicht, er tröstet, er weiss Rat. Es ist nicht unser Gefühl, es ist nicht ein Gottesdienst als Show wie inzwischen auch mancherorts in Deutschland. Lieder sind dabei Gebete, manche helfen uns, die Wahrheit des christlichen Glaubens zu vergewissern. Viele Gesangbuchlieder zitieren die Heilige Schrift oder legen sie aus.

Lies Psalm 139, bete ihn – da findest Du Gewissheit und Trost. Gott, er allein kennt Dich – besser als Du selbst, er allein liebt Dich über alles Begreifen.

Und bete mit Neumeister:

2. Gedenke meiner, wenn ich bete,

und merke stets in Gnaden drauf!

Weil ich in Christo vor dich trete,

so schließ dein Herz und Ohren auf,

doch gib mir nichts als dies allein,

was mir kann gut und selig sein.

275 WG (Wolgagesangbuch)

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