Das Wort

Gottes Wort. Gott spricht zu Dir. In Dein Leben. Hörst Du zu? Lässt Du sein Wort in Dein Leben hinein?

Gott spricht. Nicht durch Gefühle. Die sind höchstens Begleiter. Wunder? Nehmen wir die noch war? Ist nicht gesund werden ein Wunder? Ärzte kennen das: Aller ärztlichen Weisheit zum Trotz, an allen modernen Behandlungsmethoden und Medikamentieren vorbei: Ein Mensch gesundet. Oder auch nicht. Und kein Mensch kann das bestimmen.

Und dennoch – oder gerade deshalb: Gott spricht sicher durch sein Wort. Gewiß, es ist in Traditionen eingebettet. Aber woher will ich wissen, ob eine Tradition gut ist? Ganz einfach: Sie darf Gottes Wort nicht widersprechen. Und wer sich in der Bibel ein wenig auskennt, der hat es da einfach. Er kann unterscheiden, weil die Heilige Schrift unterscheidet. Trennt. In richtig und falsch, gut und böse.

Im Gottesdienst hören wir Gottes Wort. Nicht nur gelegentlich einen Vers. Der gehört in einen Zusammenhang, der oft genug erklärt.

Wir hören aus dem Alten Testament, aus dem zweiten Teil des Neuen Testaments (Epistel; siehe Foto). Und aus den Evangelien. Die berichten die Geschichte mit Jesus Christus. In seinem Wort ist er gegenwärtig.

Bei Literatur ist das nicht so. Deshalb sammeln wir uns nicht um Gedichte. Selbst wenn einmal eines in der Predigt zitiert wird. Nicht um Wunder, nicht um Gefühle. Sondern um Gottes Wort. Man muss sich manchmal mühen es zu verstehen. Gewiß. Aber: Es ist nicht von unseren Gefühlen abhängig. Es steht für sich. Objektiv. Von Gott. Wie gut das doch ist!

Innehalten

Unfreiwilligerweise halten wir inne. Es gibt nun eine Sommerpause in Bezug auf die Gottesdienste. Als Folge des Personalmangels findet der nächste Gottesdienst erst wieder im September statt.

Am nächsten Sonntag predigt Pastor Küttner auf dem Jahresfest der Pommern, Schlesier und Ostpreußen in Schloß Burg . Während der Monate August und September wird er zudem in der Missionsprovins i Sverige (Schweden) dienen.

Nicht inne halten wir mit unseren Gebeten. Mit dem täglichen Lesen der Heiligen Schrift (Eine Hilfe: der Feste-Burg-Kalender). Christen leben nicht nur eine Stunde am Sonntagmorgen mit Gott. Sie tun das immer. Jeden Tag. Jeden Moment. Denn immer gilt der Zuspruch Jesu: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Matthäus 28) 

Und: Wir freuen uns, wenn es im September weiter geht. Mit den Gottesdiensten.

Übrigens: Auf dieser Website mag es schon bald weitergehen!

Und nun?

Der ernannte Bischof von Regensburg Bertram Meier regt an, in den kommenden Wochen und Monaten wieder mehr in der Heiligen Schrift zu lesen. „Holen wir die Bibel aus dem Regal, die vielleicht schon verstaubt ist, aber gerade jetzt zu neuem Leben erweckt werden will.“

Da hat er recht. Wie schrieb ich vergangenen Samstag?

Wenigstens kann man in der Bibel lesen. Man kann Andachtsbücher benutzen (z.B. den „Rosenius“. Man kann beten. Und aus dem Gesangbuch singen. Das ist kein Ersatz für das Abendmahl. Das ist aber auch kein Totalverlust: Gott kann durch sein Wort, die Heilige Schrift, zu uns sprechen. Nehmen wir uns die Zeit dazu! Am besten an jedem Tag zur immergleichen Zeit.

Nun muss man das nur noch tun.

Es segne Sie der dreieinige Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Ihr P. Winfried S. Küttner

Gottesdienst: Die Bibel

Bonifatius, der sich selbst auf seinen missionarischen Dienst mit einem intensiven Studium der Heiligen Schrift vorbereitet hat – vermutlich konnte er die Bibel über weite Strecken auswendig – verpflichtet uns auf die Urkunde unseres Glaubens.(http://kath.net/news/61134)

Uns ist wie Bonifatius die Heilige Schrift Gottes Wort. Damit stehen wir in der Tradition der Kirche. Die Bibel weist uns durch Jesus Christus den Weg zu Gott. In unserem Gottesdienst wird in der Predigt ein Bibelabschnitt ausgelegt. Damit verbieten sich politische Reden oder ich-bezogene Geschichtenerzählerei.

Wyn

In jedem Gottesdienst werden zudem zwei Bibelabschnitte verlesen. Aber mehr noch: Viele der „liturgischen Stücke“ sind entweder Bibeltexte (z.B. das Sanctus: Worte aus dem Propheten Jesaja Kapitel 6 und Psalm 118)  oder fassen sie zusammen (z.B. das Glaubensbekenntnis). Auch Psalmen singen wir. Zusammengehalten wird die Fülle durch die Form der Messe, der abendländischen Gottesdienstordnung, die ihre Wurzeln im Gottesdienst der Christen des ersten und zweiten Jahrhunderts hat.