Und nun?

Der ernannte Bischof von Regensburg Bertram Meier regt an, in den kommenden Wochen und Monaten wieder mehr in der Heiligen Schrift zu lesen. „Holen wir die Bibel aus dem Regal, die vielleicht schon verstaubt ist, aber gerade jetzt zu neuem Leben erweckt werden will.“

Da hat er recht. Wie schrieb ich vergangenen Samstag?

Wenigstens kann man in der Bibel lesen. Man kann Andachtsbücher benutzen (z.B. den „Rosenius“. Man kann beten. Und aus dem Gesangbuch singen. Das ist kein Ersatz für das Abendmahl. Das ist aber auch kein Totalverlust: Gott kann durch sein Wort, die Heilige Schrift, zu uns sprechen. Nehmen wir uns die Zeit dazu! Am besten an jedem Tag zur immergleichen Zeit.

Nun muss man das nur noch tun.

Es segne Sie der dreieinige Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Ihr P. Winfried S. Küttner

Gottesdienst: Die Bibel

Bonifatius, der sich selbst auf seinen missionarischen Dienst mit einem intensiven Studium der Heiligen Schrift vorbereitet hat – vermutlich konnte er die Bibel über weite Strecken auswendig – verpflichtet uns auf die Urkunde unseres Glaubens.(http://kath.net/news/61134)

Uns ist wie Bonifatius die Heilige Schrift Gottes Wort. Damit stehen wir in der Tradition der Kirche. Die Bibel weist uns durch Jesus Christus den Weg zu Gott. In unserem Gottesdienst wird in der Predigt ein Bibelabschnitt ausgelegt. Damit verbieten sich politische Reden oder ich-bezogene Geschichtenerzählerei.

Wyn

In jedem Gottesdienst werden zudem zwei Bibelabschnitte verlesen. Aber mehr noch: Viele der „liturgischen Stücke“ sind entweder Bibeltexte (z.B. das Sanctus: Worte aus dem Propheten Jesaja Kapitel 6 und Psalm 118)  oder fassen sie zusammen (z.B. das Glaubensbekenntnis). Auch Psalmen singen wir. Zusammengehalten wird die Fülle durch die Form der Messe, der abendländischen Gottesdienstordnung, die ihre Wurzeln im Gottesdienst der Christen des ersten und zweiten Jahrhunderts hat.